[Rezension] Michael Bond - Paddington: Mehr von Paddington & Paddington hilft, wo er kann

Inhalt:

Seit der tollpatischige Bär Paddington bei Familie Brown eingezogen ist, ist ständig war los. Denn der junge Bär stellt so einiges auf den Kopf, egal, ob es sich dabei um einen Restaurantbesuch oder um Feuerwerk handelt. Doch jeder weiss, dass Paddington sein Herz am rechten Fleck trägt und niemand will ihn mehr missen.

Meine Meinung:

Der Einfachheit halber nehme ich beide Bücher in eine Rezension, da sich die Geschichten um Paddington, der Schreibstil und der Aufbau der Bücher ziemlich ähnlich sind. Da es sich dabei um Kinderbücher handelt, ist das auch in Ordnung so,. bzw. muss sogar so sein.

Den jungen Bären aus dem tiefsten Peru muss man einfach mögen. Als ich in London war, bin nur wegen Paddington zum namengebenden Bahnhof gefahren. Und obwohl ich der Zielgruppe eigentlich entwachsen bin, lese ich immer wieder gerne in diesen Büchern. Vor allem dann, wenn es mir nicht so gut geht und ich etwas fürs Herz brauche. Da ist der knuffige Paddington genau der richtige für!
Wie schon gesagt, funktionieren die meisten Geschichten ziemlich ähnlich: Paddington stellt etwas an, obwohl er es nur gut meint, und schlussendlich ist alles nur halb so wild. Natürlich kommt der Protagonist einmal mehr als wirklich glaubhaft  mit heiler Haut davon und die Menschen um ihn herum müssen wirklich Nerven wie Drahtseile haben, aber da kommt wohl die Erwachsene in mir durch. Wenn ich die mal beiseite schiebe und das Kind in mir besuche, so sitzt dieses meistens in einer  kuscheligen Ecke und blättert in Paddington-Bücher. So einfach ist das. 

Was mir ebenfalls sehr an diesen Büchern gefällt, sind die Einblicke ins Leben der 1950er und 1960er. Obwohl diese Zeit noch nicht so lange her scheint, funktionierte die Welt damals scheinbar noch irgendwie anders. Vor allem Paddingtons Abenteuer im Kino führten mir dies vor Augen. Ein Kinobesuch war damals ein ganz anderes Erlebnis als heutzutage. Deshalb verbinde ich Paddington auch mit einer gewissen Melancholie, da in Bonds Geschichten sehr viel Atmosphäre mitwirkt und transportiert wird. Schön also, dass es diese Bücher bis ins 21. Jahrhundert geschafft haben.

Bond beschreibt die Abenteuer des jungen Bären mit einem lustigen Augenzwinkern und viel Humor, dabei hat der Autor wahnsinnig viel Fantasie, was Paddingtons Erlebnisse betrifft. Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Paddington her!

Die Illustrationen von Pegy Fortnum sind zwar nicht immer nach meinem Geschmack, aber sie gehören einfach dazu. Mit ihrer strichigen Pinselführung bringt sie Paddington und seinen Pelz gekonnt  zum Ausdruck.

Fazit:

Paddingtons Abenteuer eignen sich in meinen Augen für Kinder, Erstleser und Erwachsene, die sich wieder ein wenig wie ein Kind fühlen möchten. Die liebevoll erzählten Geschichten kann man sehr gut vorlesen, da sie nicht zu lang sind und deswegen nicht überfordern. Ausserdem wird es mit Paddington nie langweilig und man fragt sich schon gezwungenermassen, was der junge Bär als nächstes anstellen wird.


Michael Bond
Paddington
Paddington hilft, wo er kann
Mehr von Paddington
HC, 1995 & 1996
Hanser

978-3-446-18419-8
978-3-446-18315-9

Aus dem Englischen von Monika Osberghaus
Mit Illustrationen von Peggy Fortnum

Originalausgaben: Paddington helps out & More about Paddington
William Collins Ltd. , London 1959/1960

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