[Rezension] Tschingis Aitmatow - Der Junge und das Meer

Inhalt:

Zum ersten Mal fährt der Junge Kirisk aufs Meer hinaus. Er ist jetzt ein Jäger und dafür verantwortlich, dass sein Dorf genug zu essen hat. Kirisk ist unheimlich stolz endlich das Jägerhandwerk lernen zu dürfen. Doch dann kommt der Nebel...

Meine Meinung:

Aitmatows Werk "Der Junge und das Meer" erinnert grob an Hemingways "Der alte Mann und das Meer". Auch hier werden Menschen mit der Macht der Natur konfrontiert, gehen auf Hoher See verloren und kämpfen um ihr Überleben.

Jedoch muss ich gestehen, dass ich Aitmatows Buch eher träge und teilweise recht zäh fand. Ich kam erst am Schluss ein wenig in die Geschichte rein. Obwohl der Autor viele interessante Einzelheiten in sein Werk einflicht, was das Leben im hohen Norden betrifft, sprang der Funke einfach nicht auf mich über. So richtig sagen, woran es lag, kann ich nicht. Vielleicht hatte ich nach der Lektüre von "Der erste Lehrer" zu hohe Erwartungen? Oder dies ist einfach kein Buch für mich.

Zum Schluss berührte mich "Der Junge und das Meer" dann doch ein wenig, aber bis dahin war es ein eher langer Weg. Was Kirisk erlebt, nachdem Nebel und Sturm das Bott mit seinen Insassen vom Kurs abgetrieben hat, ist sehr eindrücklich. Vor allem die Vater-Sohn-Beziehung wird von Aitmatow noch kurz, aber sehr klar, beschrieben. Diese Szenen hinterlassen Bilder, die einem im Kopf bleiben werden.

Fazit:

Trotz des berührenden Endes war das Buch für mich nach ein paar Seiten bereits verloren. Auch jetzt kann ich weder sagen, dass es mir gefallen hat, noch, dass er mir nicht gefallen hat. Bloss, dass ich es gelesen habe. Deshalb fällt die Rezension dazu auch eher kurz aus, weil ich einfach nicht weiss, was ich sonst gross darüber erzählen soll. Schade drum.

 

Tschingis Aitmatow
Der Junge und das Meer
TB, 7. Auflage 1978
Goldmann

978-3-442-09375-9

Aus dem Russischen von Charlotte Kossuth

Originalausgabe: Pegij pjoss begutschij krajem morja
Snamja, 4/1977

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