[Manga] Nakaba Suzuki - Seven Deadly Sins 1-4

Rückentext:
Sie gelten als die schlimmsten Verbrecher Britannias: Die Seven Deadly Sins!
Prinzessin Elizabeth sucht trotzdem nach ihnen. Sie will ihr Königreich zurückerobern und da kämen ihr die berüchtigten Banditen gerade recht!

Meine Meinung:
Nachdem wir bereits vom Anime zu „The Seven Deadly Sins“ begeistert waren, holte sich der Hexenmeister die Mangavorlage zur Netflix-Serie und meinte schlussendlich, dass ich diese ebenfalls lesen sollte. An einem trüben Abend, müde und erschöpft, kam auch für mich endlich die Zeit, mir mal den Manga von Nakaba Suzuki genauer anzusehen.

Unterdessen hat Band Nummer vier hier Einzug gehalten, woraus ihr natürlich sofort schliessen könnt, dass mir die Reihe gefällt. Und dem ist natürlich so!

Nun könnte ich rein theoretisch einfach meine Rezension zur Animeserie (Link) hier einfügen, denn zum ersten Mal habe ich es erlebt, dass ein Manga praktisch 1 zu 1 als Anime umgesetzt wurde. Keine Änderungen was Personen, Handlung, Flashbacks o.ä. betrifft - Panel für Panel wurde animiert und deshalb spreche ich hier noch einmal ein riesiges Lob an Netflix und das Studio A-1-Pictures aus.

Aber zurück zum Manga selbst. Auf den ersten Blick ist „The Seven Deadly Sins“ ein typischer Shounen. Es wird gekämpft, es gibt eine Suche, hübsche Mädchen und starke Jungs. Dennoch heben sich die Sins etwas aus der Masse heraus, da Suzuki sich teilweise über das eigene Genre lustig macht. Der Fanservice zum Beispiel dient hier als Comedyelement, sodass es nicht störend wirkt, sondern eher als ein Augenzwinkern an Berufskollegen gelten kann.

Der Manga lässt sich flüssig lesen, da auf grosses Blabla zum Glück verzichtet wird. Es gibt unterhaltsame Diskussionen zwischen Hawk und Meliodas und Elisabeths Motivation wird kurz, aber eindeutig erklärt. Die Kämpfe dominieren nicht, sondern gehören zum Geschehen dazu - richtig dosiert, sodass die Spannung erhalten bleibt.

Auch gefällt mir der niedliche Zeichnungsstil Suzukis, der jedoch nicht davon ablenken soll, dass es teilweise auch etwas brutal zu und her geht. In den ersten Bänden noch nicht so stark, aber so wie ich das Genre kennen, ändert sich das bald noch. Blut ist auf jeden Fall schon mal geflossen.

Was „The Seven Deadly Sins“ aber stark auszeichnet, ist, dass die Mangareihe einfach gute Laune verbreitet. In erster Linie will Suzuki die Leser unterhalten und mit dem mittelalterlichen Setting, den lieblichen Figuren und der zwar bekannten, aber dennoch interessant gestalteten Handlung gelingt ihm/Ihr dies auch.

Solltet ihr also nach Lektüre für einen trüben und tristen Abend suchen, seid ihr mit dieser Reihe gut bedient.


Nakaba Suzuki
Seven Deadly Sins
2013
Carlsen

978-3-551-73471-6 (Band 1)

Aus dem Japanischen von Yvonne Gerstheimer

Kommentare

  1. Ich glaube dann weiss ich, was ich dann auf Netflix schauen werde...
    Steht eh schon eine halbe Ewigkeit auf meiner Liste... Dann kann ich da ja auch mal deinem Lobgesang folgen und reinschaune... :D

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    1. Das hört sich doch mal nach einem guten Plan an! :D

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