[Rezension] Matthew Stover - Luke Skywalker und die Schatten von Mindor

Inhalt:

Nachdem Darth Vader und Imperator Palpatine erledigt sind, herrscht doch noch immer keine Ruhe. Shadowspawn heisst der neue Feind der Rebellen und er hat einen finsteren Plan: Luke Skywalker soll der nächste Imperator werden!

Meine Meinung:

Man kann wohl sagen, dass es mich erwischt hat. Schon das zweite "Star Wars"-Buch in einem Monat. Und meiner Meinung nach könnten es noch ein paar mehr werden, denn auch die Geschichte um Luke überzeugt auf ganzer Linie.

Matthew Stover orientiert sich sehr stark an den Filmen und teilweise hätten einige Szenen verfilmt sehr viel besser gewirkt. Es kommt zu sehr vielen Kämpfen, diese waren ab und zu etwas ermüdend, aber dennoch hat es mir den Spass nicht verdorben. Auch, dass ich manchmal nicht ganz sicher war, was genau nun passiert ist, diese Stellen habe ich dann einfach mal überlesen. Man bekommt von der Geschichte auch so genug mit.

Die Helden aus dem Film in Buchform zu erleben, ist schon etwas sehr Spezielles. Vor allem Leia hat mir wahnsinnig gut gefallen. Auch ihre Beziehung mit Han Solo kommt zum Tragen und glücklicherweise schafft es der Autor, dies in keiner Szene ins Kitschige abdriften zu lassen. Luke ist ebenso gut beschrieben. Nicht als grandioser Held, sonder als junger Mann, der schon viel zu früh viel zu viel erlebt hat.

Schon von Anfang an wird man in die Gechichte hineingezogen und sie schafft es auch, einen nicht so schnell wieder gehen zu lassen. Die Spannung wird ohne Unterbrüche hoch gehalten, ab und zu gibt es ein paar Szenen, um Luft zu holen. Doch schon taucht man ab ins nächste Gefecht, der nächste Gegner kommt und Shadowspawn heckt schon wieder neue Pläne aus. Hier geht es also Schlag auf Schlag und ist somit auch guter Lesestoff für die Filmfans.

Die Sprache, die Stover verwendet, ist sehr technisch und deswegen ab und an eher anspruchsvoll. Die Zielgruppe sind hier definitiv Männer, die gerne Daten über alle möglichen Flieger sammeln. Mich hat das trotzdem nicht abgeschreckt. Ich kann mir zwar nicht alle Bauweisen merken und welches Modell nun über welche Waffe verfügt, aber interessant fand ich es dennoch.

Fazit:

Ein grosses Lesespass und Kino in Buchform. "Luke Skywalker und die Schatten von Mindor" steht den Filmen von Lucas in Nichts nach. Nur dass man noch eine tiefere Beziehung zu den bekannten Helden aufbaut.Vor allem Lukes Schicksal ging mir sehr nahe. Aber auch bei R2 und 3CPO ging mir das Herz auf und die paar Szenen, in denen sie auftauchten, gehörten definitiv zu meinen liebsten.

Auf Jedipedia kann man übrigens eine im Deutschen ausgelassene Szene nachlesen. Dort wird erzählt, wie Luke hinter die Bedeutung des Namens von Lord Shadowspawn kommt. Die Stelle wurde weggelassen, weil das Wortspiel auf Deutsch nicht funktionieren würde.

Matthew Stover
Star Wars
Luke Skywalker und die Schatten von Mindor
TB, 1.Auflage 2009
Blanvalet

978-3-442-26599-2

Aus dem Englischen von Michael Nagula
Originalausgabe: Star Wars: Luke Skywalker and the Shadows of Mindor
DelRey, New York 2008

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