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[Rezension] Ingeborg Jacobs - Stanislaw Petrow

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Rückentext: „Ich bin kein Held, ich habe nur meinen Job gemacht.“, Stanislaw Petrow 26. September 1983: Um null Uhr fünfzehn meldet das Computersystem den höchstwahrscheinlichen Start einer amerikanischen Interkontinentalrakete. Oberstleutnant Stanislaw Petrow entscheidet als verantwortlicher Offizier mit seiner Einschätzung über die Frage nach einem atomaren Gegenschlag – und wird zum Mann, der die Welt rettete. 90 km südlich von Moskau tritt Oberstleutnant Stanislaw Petrow seinen Dienst als Leiter der Kommandozentrale der sowjetischen Satellitenüberwachung an. Es ist ein Arbeitstag wie jeder andere. Doch um null Uhr fünfzehn geht für Stanislaw Petrow die Hölle los: Viermal wird der Computer in den nächsten Minuten den Start einer amerikanischen Interkontinentalrakete melden. Und viermal bleibt Petrow bei seiner Einschätzung, es finde kein US-Atomangriff auf die Sowjetunion statt. 20 bis 25 Minuten benötigt eine amerikanische Rakete bis sie den sowjetischen Luftraum erreicht. Di...

[Rezension] Marianne Zückler - Osteuropaexpress

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Rückentext: Die Lebensfäden von acht Protagonisten verweben sich zu einem großen Teppich, in dem Einschüchterung und Ausgrenzung, aber auch Liebe und Freiheit ineinander gehen. Sie gewähren uns Einblicke in eine Welt, in der viele Menschen wegen ihrer sexuellen Identität verfolgt werden und gegen Anfeindungen und Diskriminierung ankämpfen müssen. "Osteuropaexpress" ist hochaktuell und führt mitten hinein in ein Thema, das so sozialpolitisch drängend wie menschlich packend ist. Die Autorin vermittelt realistische Eindrücke vom Alltag in Polen, Ungarn, Litauen und Lettland, wo Anfeindungen und Schikane im Beruf, in der Kirche und auch in der Familie keine Seltenheit sind, wenn es um sexuelle Selbstbestimmung geht. Die Protagonisten zeigen ihren Weg heraus aus der Opfer-Rolle – Wege voller Mut, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen. Die Geschichten in diesem Buch beruhen auf Recherchen und Interviews, die Marianne Zückler geführt und als dokumentarische Erzählung...

[Rezension] W.G. Sebald - Die Ringe des Saturn

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Rückentext: Im August, dem Monat, der von alters her unter dem Einfluss des Saturn steht, wandert W. G. Sebald durch die einsame Heidelandschaft der englischen Grafschaft Suffolk, besichtigt verfallene Landschlösser, spricht mit alten Gutsbesitzern und stößt immer wieder auf die Spuren wundersamer Geschichten. So erzählt er von den Glanzzeiten viktorianischer Schlösser, berichtet aus dem Leben Joseph Conrads, erinnert an die unglaubliche Liebe des Vicomte de Chateaubriand oder spürt dem europäischen Seidenhandel bis China nach. Mit klarer und präziser Sprache protokolliert er jedoch auch die stillen Katastrophen, die sich mit dem gewaltsamen Eingriff der Menschen in diesen abgelegenen Landstrich vollzogen. So verwandelt sich der Fußmarsch letztlich in einen Gang durch eine Verfallsgeschichte von Kultur und Natur. Meine Meinung: Aufmerksam gemacht wurde ich auf W.G. Sebald durch die "Zeitschrift für interkulturelle Germanistik", in der es einen Artikel über ...

[Rezension] Harper Lee - Wer die Nachtigall stört

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Rückentext: Dies ist die Neuausgabe eines modernen Klassikers der Weltliteratur: ein packender Roman über Unrecht und Gerechtigkeit, über Rassismus und Fremdheit und ein flammendes Plädoyer für die Gleichheit aller Menschen. 1960 in den USA publiziert, wurde «Wer die Nachtigall stört…» schnell ein Welterfolg und eroberte die Herzen von Generationen von Lesern im Sturm. Er liegt nun in einer vollständig von Nikolaus Stingl überarbeiteten und mit einem Nachwort von Felicitas von Lovenberg versehenen Übersetzung vor. Meine Meinung: Welch berühmter Klassiker! Ich bin schon so oft über dieses Buch gestolpert, dass es fast schon eine Schande schien, das Buch nicht gelesen zu haben. Zum Glück ergab es sich dann, dass sich im Bücherforum eine Leserunde zusammenfand, an der ich nur zu gerne teilnahm. Dieser Runde ist es auch zu verdanken, dass ich das Buch nicht abgebrochen habe. Ich bin keine 20 mehr, mein Leben und meine Lesezeit ist begrenzt. Normalerweise breche ich ab, wen...

[Rezension] Ilija Trojanow - Meine Olympiade

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Rückentext: Während der Olympischen Spiele 2012 fasst Ilija Trojanow einen ehrgeizigen Entschluss: Er will alle achtzig Olympia-Sommer-Einzeldisziplinen trainieren. Sein Ziel: halb so gut abzuschneiden wie der Goldmedaillengewinner von London. Gesagt, getan. Trojanow wirft Diskus, Speer und Hammer, spielt Badminton, misst sich im Zehnkampf, bezwingt im Kajak das Wildwasser, er lernt Ringen im Iran, boxt in einem legendären Gym in Brooklyn, absolviert das Judotraining in Japan und läuft im Hochland von Kenia. Ilija Trojanows Bericht einer Selbsterfahrung bietet einen einzigartigen, faszinierenden Einblick in die Welten und Milieus des Sports. Eine ebenso kluge wie humorvoll-selbstironische Reflexion über Grenzen, über die Beziehung von Geist und Körper und über das Älterwerden. Meine Meinung: Auch diese spezielle Lektüre verdanke ich einer Challenge, nämlich der Read Harder Challenge. Das Thema war Sport und da mir bereits zuvor dieses Buch in der Bibliothek aufgefallen...

[Comics] My Little Pony Band 3 & Reinhard Kleist - Der Traum von Olympia

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Rückentext: Eigentlich braucht Applejacks Bruder Big McIntosh nur ein paar Nägel, doch wenn in Ponyville gefeiert wird, kann man nie vorhersehen, was passiert. Drama, Enthüllung, Sehnsucht - jedes Pony hat seine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Der zweite Teil enthüllt den Ursprung der märchenhaften Romanze von Shining Armor und Prinzessing Cadance, die erst den ein oder anderen Tripplebarren überwinden muss, bevor die zwei Ponys zueinander finden. Meine Meinung: Ponys sind gut, Ponys sind sogar sehr gut. Und da gerade Pony-Pause ist, versüsse ich mir die Wartezeit mit dem dritten Sammelband der MLP-Comics. Die erste Geschichte funktiniert ganz und im gar im Sinne der Serie. Wir haben viel Spass, viele Details im Hintergrund und eine Hauptfigur, die nach der ganzen Odyssee etwas Neues gelernt hat. Es war wirklich goldig, BigMc auf seiner Odyssee zu folgen, immer wieder auf seine kleine Schwester Applebloom zu stossen und auch sonst jede Menge kleiner Mini-Geschichten im H...

[Comics] Julie Maroh - Blau ist eine warme Farbe

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Rückentext: Das Leben von Clementine kippt an dem Tag, als sie Emma trifft, eine junge Frau mit blauen Haaren, die sie alle Facetten der Lust entdecken lässt und ihr ermöglicht, sich dem Blick der anderen zu stellen. Eine einfühlsame Erzählung voller Zärtlichkeit.Die ebenso sanfte wie tragische und mit autobiografischen Elementen versehene Coming-Out Geschichte über die zwei jugendlichen Frauen Clementine und Emma, die miteinander eine Liebesbeziehung eingehen und deswegen den homophoben Attacken ihrer Umwelt ausgesetzt sind, erhielt auf den Filmfestspielen von Cannes 2013 als Verfilmung 'Blue is the Warmest Colour' mit der Goldenen Palme die wohl wichtigste cinephile Auszeichnung der Filmbranche und wurde somit in der Geschichte des Festivals als erster Film, der auf einer Comicvorlage basiert, ausgezeichnet. Die in Angoulême lebende Schöpferin der Vorlage, Julie Maroh, wiederum erhielt für ihr Graphic Novel-Debüt bereits im Jahr 2011 den Prix du Public auf dem...