Posts

Posts mit dem Label "Mittelalter" werden angezeigt.

[Rezension] Mark Lawrence - Prinz der Dunkelheit

Bild
Rückentext: Sag uns kurz, wie du heißt. Jorg. Eigentlich Kronprinz Jorg von Ankrath, aber das war einmal. Du siehst jung aus. Wie alt bist du, fünfzehn? Knapp daneben. Mit fünfzehn werde ich König sein! Du bist die meistgehasste Person im ganzen Land. Warum? Nun ja, wenn man mit einer Horde Gesetzloser ganze Dörfer niederbrennt, löst das Unmut aus. Aber was würdest du tun, wenn die Königin, also deine Mutter, und dein Bruder vor deinen Augen getötet werden? Dieser Hass ist erst der Vorgeschmack auf meine Rache - denn die wird tödlich sein! Meine Meinung: "Der Prinz der Dunkelheit" ist eines jener Bücher, das mich etwas ratlos zurücklässt. Ratlos deswegen, weil ich nicht klar definieren kann, ob es mir nun gefallen hat oder nicht. Der Titel weist sehr viele Dinge auf, die mir zusagen. An erster Stelle steht da tatsächlich die brutale und auch zynische Beschreibung der Gewalt. Was andere Leser abschreckt, lässt mich fasziniert weiterlesen. Es ist ein Buch voller Gewa...

[Rezension] Christopher Moore - Der Schelm von Venedig

Bild
Rückentext: Der Hofnarr Pocket trauert um seine geliebte Cordelia, Königin von England, die vor Kurzem einem mysteriösen Fieber erlag. Vor ihrem Tod hatte sie Pocket gebeten, nach Venedig zu reisen, um die Mächtigen der Stadt von einem Krieg abzuhalten. Pocket macht sich auf den Weg, aber als er in Venedig ankommt, muss er nicht nur erfahren, dass Cordelia in Wahrheit Opfer eines Giftanschlags wurde, er wird auch noch bei lebendigem Leib in einen Keller eingemauert. Hinter alldem stecken der Senator Brabantio und der Kaufmann Antonio, die alles tun, um ihre Kriegspläne durchzusetzen. Pocket schwört Rache – wenn er sich nur erst einmal aus seinem Verlies befreien könnte ... Meine Meinung: Es gab eine Zeit, in der ich sehr gerne Christopher Moore las. Das war damals während der Lehre, als mir eine Kollegin Moore ans Herz legte. Doch diese Phase endete mit „Fool“, das mir nicht mehr sonderlich zusagte. Seither hatte ich keinen Moore mehr in den Händen. Irgendwann in den ...

[Rezension] Ludwig Tieck - Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von Provence

Bild
Rückentext: "Wenn... eine alte Erzählung einen so herzlichen Mittelpunk hat, der der Geschichte einen grossen und rührenden Charakter gibt, so ist es doch wohl nur die Verwöhnung einer neuern Zeit und ihre Beschränkheit, diese Schönheit ganz zu verkennen..." Meine Meinung: Dies ist ein Büchlein, das wir damals wohl für die Schule hätten lesen sollen. Dazu kam es aber aus irgendwelchen Gründen nie und darüber bin ich froh. Ich glaube, ich wäre wahnsinnig geworden, wenn ich Stunde um Stunde diese Geschichte hätte analysieren müssen. Dabei ist mein einziges Problem wiederum das, dass ich keine Liebesgeschichten mag. Schon gar keine mit Instant-Love. Diese gehört hier aber zum guten Ton, denn Tieck hat sich für seine Erzählung eines mittelalterlichen Textes bedient, alles Altmodische und Religiöse herausgestrichen und nur die emotionale Seite des Originals betont. Zu lesen ist der Text übrigens sehr schön. Ich mag Tiecks Sprache, die sehr blumig und verträumt dahe...