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[Rezension] Franz Werfel - Eine blassblaue Frauenschrift

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Rückentext: Ein Tag im Herbst 1936: Der Aufsteiger Leonidas, Sektionschef in einem Wiener Ministerium, erhält einen Brief seiner einstigen jüdischen Geliebten, der seine soziale Existenz gefährdet. Werfel zeichnet in seinem »kurzen Roman« ein spannend erzähltes Porträt einer von Norm- und Subjektkrisen gezeichneten Epoche, einer Zeit, die so unberechenbar erschien, dass das Ich nicht einmal seiner selbst sicher sein konnte. ( Amazon ) Meine Meinung: Dieses Büchlein ist mir im letzten Jahr immer mal wieder über den Weg gelaufen und schlussendlich fasste ich den Entscheid, dass ich es nun endlich mal lesen müsse. Dass es gleich zu mehreren Challenges passt, ist ein weiterer Pluspunkt für Werfels Werk. Die Geschichte spielt sich nur innerhalb eines einzigen Tages ab und ist dabei sehr ruhig und bedacht erzählt. An einigen Stellen wechselt die Erzählperspektive und auch die Beschreibungen des Wetters im Oktober sorgen für Atmosphäre. Gleichzeitig widerspiegeln diese das Innenlebe...

[Rezension] Robert Menasse - Die Hauptstadt

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Rückentext: Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; ≫zu den Akten legen≪ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein k...

[Rezension] Zach & Bauer - Morbus Dei-Trilogie

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Rückentext Band 1: Von einem Schneesturm überrascht, verschlägt es den Deserteur Johann List in dieses abgeschiedene, von Furcht und Aberglaube beherrschte Bergdorf. Schnell ist ihm klar, dass mit dem Dorf etwas nicht stimmt, dass ein düsterer Schatten über den Bewohnern liegt - Tiere werden getötet, Menschen verschwinden, vermummte Gestalten lauern in den finsteren Wäldern. Als Johann sich in die Tochter eines Bauern verliebt, beschließt er, mit ihr das Dorf zu verlassen. Doch noch bevor sie verschwinden können, eskaliert die Situation – und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Meine Meinung: Normalerweise bespreche ich die meisten Reihen einzeln. Da ich aber alle Titel von „Morbus Dei“ auf dem SUB hatte, nahm ich mir vor, alle Bücher auf einmal zu besprechen. Deshalb gibt es hier auch einen Spoilerhinweis, da ich natürlich nicht die gesamte Trilogie rezensieren kann, ohne nicht zumindest ein klein wenig zu spoilern. Also: Diese Rezension enthält Spoiler zu den Büchern ! ...