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Posts mit dem Label "Familiengeschichte" werden angezeigt.

[Rezension] William Faulkner - Schall und Wahn

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Rückentext: Dieser Roman erzählt die Geschichte der Familie Compson über drei Jahrzehnte, beginnend mit Benjy, dem geistig behinderten Sohn des Hauses. Er kennt kein Gestern, Heute und Morgen, ist so auf ewig in der Gegenwart gefangen. Für Quentin, den Ältesten, bricht 1910 der letzte Tag in Harvard an. Er prüft sein geistiges Erbe, ordnet den spärlichen Nachlass und findet kaum Gründe, die ihn noch ans Leben binden. Und so fällt Jason, dem Jüngsten, die Rolle des Familienvorstands zu – eine Rolle, die er kaum ausfüllen kann.  «Schall und Wahn»: ein ungeheuerlicher Familienroman voller Wut, Eigensinn und auch Humor. Meine Meinung: William Faulkner steht gleich auf mehreren meiner Listen, also wurde es höchste Zeit, endlich mal sein berühmtestes Werk zu lesen. Und wenn es nach mir geht, dürfen es ruhig noch mehr werden. Denn zumindest "Schall und Wahn" hat mich tief beeindruckt. Eindrücke hinterlässt vor allem der erste Teil, der auch definitiv der schwerste zu l...

[Rezension] Therese Bichsel - Überleben am Red River

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Rückentext: Angelockt von den Beschreibungen des verschuldeten Hauptmanns Rudolf von May, eines Berner Patriziers, der Kolonisten anwirbt, wandern im frühen 19. Jahrhundert rund 170 Menschen aus Bern und Neuenburg nach Kanada in die Gegend des heutigen Winnipeg aus. Die hoffnungsvoll begonnene Reise in ein neues Leben steht unter keinem guten Stern. Die vollmundigen Anpreisungen des Hauptmanns entpuppen sich weitgehend als leere Versprechen. Als die völlig erschöpften Auswanderer bei Wintereinbruch endlich den Zielort am Roten Fluss erreichen, erwartet sie grosse Not. Die Frauen, über die in dieser Männergesellschaft verfügt wird, trifft es besonders hart. Meine Meinung: Therese Bichsel war mir aus meiner Zeit in Bern noch ein Begriff; ihr neuestes Buch haben wir an Lager und der Rückentext klang äusserst interessant. Niemand erinnert sich heutzutage gerne daran, dass die Schweiz vor noch nicht allzu langer Zeit ein Auswanderungsland war. Bichsel wählt zwei Familien aus Ber...

[Rezension] Amos Oz - Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

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Rückentext: Die Geschichte des Jungen Amos, der im Jerusalem der vierziger Jahre aufwächst – eine große Familien-Saga, ein Epos vom Leben und Überleben, ein Buch der Enttäuschungen und der Hoffnung. Meine Meinung: Eigentlich hatte ich nie vor, dieses Buch zu lesen. Schlussendlich tat ich es trotzdem und zwar für die Weltreise-Challenge. Also liess ich mich von Amos Oz durch Jerusalem und seine Geschichte führen. Es war kein Flop, obwohl ich mich doch etwas durch das Buch quälen musste, und das ist schon mal nicht schlecht. Grundsätzlich bin ich nun froh, sagen zu können, dass ich ein Buch von Amos Oz gelesen habe. Dazu auch noch sein wohl bekanntestes. Am meisten gefielen mir die einzelnen Passagen, in denen es um die Literatur und Amos' intellektuelle Familie ging. Also vor allem der Anfang hat es mir doch sehr angetan. Doch schlussendlich hat sich das Buch für mich zu sehr verzweigt, aber damit hatte ich schon gerechnet. Vielleicht war meine Lektüre somit eine sich ...

[Rezension] Lin Yutang - Peking: Augenblick und Ewigkeit

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Rückentext: This novel is neither an apology for contemporary Chinese life nor an expose of it, as so many recent Chinese 'dark curtain' novels purport to be. It is neither a glorification of the old way of life nor a defense of the new. It is merely a story of how men and women in the contemporary era grow up and learn to live with one another, how they love and hate and quarrel and forgive and suffer and enjoy, how certain habits of living and ways of thinking are formed, and how, above all, they adjust themselves to the circumstances in this earthly life where men strive but the gods rule. Meine Meinung: Dies ist der zweite Teil von Yutangs epischer Familiensage um Mulan und die Ihren. Bereits den ersten Teil, der während der Zeit des Boxeraufstandes spielt, begeisterte mich. Doch der Folgeband hat es mir sogar noch ein wenig mehr angetan. Noch einmal ein grosses Danke an die junge Chinesin, die mir diesen hierzulande praktisch unbekannten Autoren ans Herz ge...

[Rezension] Nadia Hashimi - Hinter dem Regenbogen

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Rückentext: Unter dem strengen Regime der Taliban dürfen Rahima und ihre vier Schwestern weder zur Schule gehen noch auf der Strasse spielen. Da ihnen ein Sohn fehlt, beschliessen die Eltern, aus Rahima einen Bacha Posh zu machen, ein Mädchen in Jungenkleidung. Fortan wird sie wie ein Sohn behandelt und geniesst eine ungeahnte Freiheit - bis sie mit dreizehn an einen mächtigen Warlord verheiratet wird. Doch die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben gibt Rahima niemals auf. Ihr grosses Vorbild ist ihre Vorfahrin Shekiba, die hundert Jahre zuvor als Mann lebte und zum Wächter des königlichen Harems aufstieg... Meine Meinung: Dieses Buch erhielt ich als Leseexemplar zum Ersten Advent und um ehrlich zu sein, ohne die freundliche Vertreterin des Lübbe-Verlages in der Schweiz hätte ich Hashimis Debütroman wohl niemals gelesen. Aber zum Glück kam es anders und ich hatte die Gelegenheit, dieses grossartige Werk lesen zu dürfen. Hashimi ist eine talentierte Erzählerin, die es schaf...

[Rezension] Milena Agus - Die Frau im Mond

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Inhalt: Eine Enkelin, die das Leben ihrer Grossmutter schildert. Eine junge Frau auf der Suche nach Liebe und die Hingabe ihres Sohnes an die Musik... Meine Meinung: Es ist lange her, seit ich ein Buch von Milena Agus gelesen habe. Ich glaube, damals gefiel es mir ganz gut. Aber unterdessen bin ich ein paar Jahre älter, etwas kritischer und denke zumindest, dass ich meinen Geschmack einschätzen kann. Ich hätte mich gerne überraschen lassen von diesem Buch, aber schlussendlich war es genau das, was ich insgeheim schon befürchtet hatte: Ziemlich langweilig. Und ausserdem recht kitschig. Wer Familiengeschichten mag, dem mag seinen Spass gegönnt sein. Aber ich habe das Gefühl, einfach nicht zur Zielgruppe dieses Buches zu gehören. Deshalb weiss ich auch nicht so wirklich, was ich mit "Die Frau im Mond" anfangen soll. Weder der Inhalt, noch die Sprache konnten mich überzeugen. Natürlich möchte Agus mit ihren Schilderungen Emotionen wecken, aber bis zu mir dra...

[Rezension] Victor Hugo - Die Elenden

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Inhalt: Jean Valjean hat gerade 19 Jahre Sträglingslager hinter sich, weil er für seine Familie ein Stück Brot gekauft hat. Er erwartet nichts mehr vom Leben, doch die Begegnung mit Herrn Myriel ändert sich Valjeans Leben. Er beginnt, Gutes zu tun und den Armen zu helfen, wo er nur kann. Als er der kranken Fantine verspricht, ihre Tochter Cosette zu ihr zu bringen, nimmt Valjeans Leben erneut eine Wendung. Er verliert alles, was er aufgebaut hat, doch das Versprechen, sich um Cosette zu kümmern, hält ihn am Leben und er setzt alles daran, das kleine Mädchen aus den Klauen der gierigen Familie Thénardier zu befreien... Meine Meinung: Es ist gar nicht so einfach, ein Buch mit über 1300 Seiten kurz zusammenzufassen. Und dabei handelt es sich bei dieser Ausgabe sogar noch um eine um ca. 400 Seiten gekürzte Ausgabe. Somit ist "Die Elenden" definitiv ein Monumentalwerk. Hugo erzählt wie gewohnt sehr ausführlich, erläutert alle Hintergründe und nimmt sich Zeit für die Ge...

[Rezension] Lisa St Aubin de Terán - Joanna

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Inhalt: Die Tochter, die Mutter und die Grossmutter -  drei Generationen einer Familie, die dem Untergang geweiht ist. Doch alle haben sie ihre Gründe, weshalb sie sich so verhalten, wie sie es tun. Nur, dass das Schicksal es nicht gut mit ihnen gemeint hat... Meine Meinung: "Joanna" von Lisa St Aubin de Terán ist kein einfaches Buch und beileibe keine Wohlfühlgeschichte. Eher im Gegenteil, es ist eine harte Geschichte über unschöne Erlebnisse und teilweise fühlt sich das Buch an wie ein unangenehmer Belag auf der Zunge. Jede der drei beteiligten Personen erzählt ihre Geschichte aus ihrer Perspektive, wir haben es also drei Mal mit unterschiedlichen Ich-Sichten zu tun, was das Ganze noch eindrücklicher macht. Der Anfang macht die junge Joan, die aus ihrer Kindheit und ihrem Schulalltag erzählt. Aber auch davon, wie ihre Mutter sie schlägt (besser prügelt) und ihre Grossmutter ihr beisteht, aber nichts gegen die Tiraden der Mutter ausrichten kann. Wir erfahren ...

[Abgebrochen] Taiye Selasi - Diese Dinge geschehen nicht einfach so

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Die Geschichte klang wirklich gut. Ich mag Familiengeschichten, dann noch der afrikanische Hintergrund der Protagonisten. Das klang wirklich gut. Auch das Cover zog sofort meine Aufmerksamkeit auf mich und rief "Lies mich! Lies mich!" Aber wieder einmal wurde mir bewiesen, dass das Feuilleton und ich einfach keine Freunde werden. Obwohl das Buch scheinbar überall als grossartige Geschichte aufgenommen wird, kam ich überhaupt nicht damit klar. Das liegt noch nicht einmal an der Geschichte, sondern an der gewählten Sprache. Die Sprache der höheren Literatur, mit der ich mich immer wieder versuche und immer wieder daran scheitere. Ich mag sie einfach nicht. Ich mag ihre Destilliertheit nicht, ihre Durchsichtigkeit. So durchsichtig, dass keine Figur wirklich Konturen hat. Abgehackte, kühle, distanzierte Sätze, die den Leser aussen vor lassen. Die zumindest mir das Gefühl geben, gar nicht wichtig zu sein. Weil ich es eh nicht verstehen werde. Das Thema ist zu komplex ...