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[Neu im Regal] Neues aus dem Bücherkeller #1

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Seit bald einem Jahr arbeite ich einem Laden, der über ein riesiges Lager nicht nur an Büchern verfügt. Das meiste davon ist nicht mehr verkäuflich und der Chef und ich sind fleissig dabei, alles zu sortieren, wegzuwerfen oder auszuverkaufen. Manchmal finde ich bei diesen Aktionen kleine Schätze und darf die dann kostenlos mit nach Hause nehmen. Da diese Bücher oft reines Regalfutter sind, stört das den SUB auch nicht :) Hier möchte ich euch ab und zu ein paar dieser speziellen Titel vorstellen. Die Eröffnung macht dieses kleine Werk: Vadim Belotserkovsky - Russland vor der Wahl Das Buch ist 1989 erschienen und beschäftigt sich mit einer alternativen Regierungsform für die UdSSR. Dies sei, laut Belotserkovsky, nur die Selbstverwaltung - eine Mischung aus Kapitalismus und Sozialismus. Ja, ich habe das Werk gelesen und ja, ich fand es durchaus interessant. Es hätte ja auch alles ganz anders kommen können als es das dann tatsächlich tat. Heutzutage lebt die Idee der...

[Rezension] Fjodor Dostojewski - Der Spieler

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Rückentext: Die zentralen Motive in Dostojewskis erzählerisch dichtem Roman "Der Spieler" sind geradezu klassisch: die Liebe, das geld und die Macht. Zerrisen zwischen Eros und Geltungsdrang finden die Hauptfiguren keinen Weg, um ihrem tragischen Ende zu entgehen. Die Abgründe der Spielsucht kannte Dostojewski (1821 - 1881) aus eigenem Erleben. In Deutschland verfiel er dem Roulette, spielte oft tagelang und verlor seinen letzten Ersparnisse. Die Unmittelbarkeit dieser Erfarhung ist überall im Roman beunruhigend spürbar: Das Spiel ist die rauschhafte Provokation des Schicksals. Meine Meinung: Das Thema dieses Romans ist kein einfaches: die Spielsucht. Wie immer fängt alles ganz harmlos an, nur ums ich dann mehr und mehr aufzubauen. Als Leser hat man lange das Gefühl, dass Hauptfigur Alexei alles ganz gut im Griff hat. Aber er sind die kleinen Dinge, die sich mehren. Zitternde Hände, erhöhter Herzschlag. Gibt es einen Unterschied darin, ob man für jemand An...

[Rezension] Nikolai Gogol - Die Nase/Der Mantel

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Rückentext: Mit seinen Petersburger Novellen 'Die Nase' und 'Der Mantel' hat Gogol Weltliteratur geschrieben. Auf einzigartige Weise, vieldeutig und amüsant, mischen sich in seiner Erzählkunst Phantastik und Realismus, Tragik, Humor und Groteske. Im Vordergrund steht in beiden Novellen der Mensch, den die zaristische Gesellschaftsordnung zerreibt. Dem einen fehlt eines Morgens die Nase. Später begegnet er ihr auf offener Straße: in der Uniform eines Staatrats, der er selber gern wäre. Der andere hat unter größten Entbehrungen auf einen neuen Mantel gespart, verliert ihn dann aber kurz nach dem Kauf und zerbricht daran seelisch und physisch. Vieles erinnert in diesen Erzählungen an Laurence Sterne und E.T.A. Hoffmann. Auf Kafkas 'Verwandlung' weist vor allem 'Die Nase' deutlich voraus. Beide Geschichten, „Die Nase“ und „Der Mantel“ sind sehr kurz und rasch gelesen. Aber es braucht auch solche kleine Häppchen in der russischen Literatur,...

[Rezension] Wlada Kolosowa - Russland to go

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Rückentext: Wie überlebt man in Murmansk im Mini-Kleid? Wlada Kolosowa hat einen russischen Namen und einen russischen Pass. Ansonsten ist nicht viel russisches an ihr übrig geblieben. Seit zwölf Jahren lebt sie in Deutschland und ihr Geburtsland ist für sie fernes Ausland, dessen Sprache sie zufällig spricht. Jetzt will sie mehr über die fremde Heimat erfahren und bereist das riesige Land ihrer Eltern mit dem Rucksack: von Nikel hinter dem Polarkreis bis Sotschi im Süden, vom Schwarzen Meer bis zum sibirischen Baikalsee. „Ich glaube an Schlangestehen und elektronische Tickets. Ich trinke Wasser aus der Leitung, was kein Russe tun würde. Ich lerne Menschen auf der Straße kennen. Bisher hat die Welt ganz gut nach diesen Spielregeln funktioniert. Kriege ich es hin, neue zu lernen?“   Meine Meinung: Dieses Buch begegnete mir in den Neuheiten der Onleihe meiner Bibliothek. Da mich Russland sehr fasziniert (aktuell lerne ich freiwillig Russisch), kam das Buch sofor...

[Rezension] Andrej Djakow - Hinter dem Horizont

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Rückentext: In den Tunneln von St. Petersburgs Metro gehen seltsame Dinge vor sich. Menschen verschwinden spurlos, und ganze Stationen werden förmlich ausradiert. Eine Gruppe von Stalkern wird losgeschickt, um die Geschehnisse zu untersuchen, unter ihnen Taran, ein Söldner. Keinem von ihnen ist wohl bei der Mission – doch das, was sie in der Finsternis jenseits der sicheren Stationen auffinden, sprengt alles, was sie über die Metro und ihre Geheimnisse zu wissen glaubten … Meine Meinung: "Hinter dem Horizont" ist der dritte Teil von Djakows Trilogie aus dem Metro2033-Universum. Blöderweise ist es mir mal wieder passiert, dass ich den letzten Teil einer Reihe vor den anderen Bänden gelesen habe. Dennoch habe ich eigentlich alles verstanden, nur viele der Hinweise auf frühere Erlebnisse der Figuren kenne ich noch nicht, doch nun freue ich mich umso mehr darauf, diese mit den lieb gewonnen Charakteren noch erleben zu dürfen.  Während sich in Glukhovskys Moskau ...