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[Kurzgebrabbel] Aciman und die Hexen

Aciman,  André - Ruf mich bei deinem Namen Dieses Buch habe damals etwa Anfang 20 bereits einmal gelesen und obwohl ich da schon eher weniger auf Liebesgeschichten aus war, hat mir der Titel sehr zugesagt. Unterdessen hat sich mein Geschmack weiter verändert und ich merke, dass mir Liebesgeschichten, auch solche aus dem Bereich der LGBTQ, nichts mehr geben. Dennoch ist es immer noch ein sehr schönes und überaus emotionales Werk, das die Erinnerung an Sommer und die erste Liebe weckt. Nichts mehr für mich, eindeutig, aber dennoch eine Empfehlung wert. Galenorn, Yasmine - Hexenjagd Passenderweise der 13. Band der Reihe und ein weiteres Mal habe ich die Geschichte verschlungen. Manchmal denke ich, dass ich doch sicher bald gelangweilt sein werde, da der grundsätzliche Aufbau immer etwa derselbe bleibt. Aber Galenorn schafft es doch immer wieder, durch Weiterentwicklung ihrer Figuren, neuen Ideen und alten Bekannten mich zu begeistern und zu berühren. Diese Reihe ist übrige...

[Rezension] Nona Fernández - Die Strasse zum 10. Juli

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Rückentext: Immer wieder zieht es Greta in die »Straße zum 10. Juli« in Santiago de Chile. Es ist die berühmte Straße der Ersatzteilverkäufer. Hier sucht Greta die nötigen Teile, um den Schulbus, in dem ihre einzige Tochter tödlich verunglückte, wieder zusammenzusetzen. Die Suche führt sie zurück in ihre eigene Vergangenheit und in das verlassene Haus ihrer Jugendliebe Juan, das als einziges Gebäude der Gegend trotzig den Abrissplänen einer Baufirma widersteht. Doch Juan ist verschwunden, so wie damals die Freunde der kommunistischen Jugendbewegung zu Zeiten der Militärdiktatur, so wie die Kinder der Colonia Dignidad. Doch irgendwo in einem Loch im Boden werden sie alle gefangen gehalten, all die Verschwundenen. Irgendwo unter der Erde Chiles brodelt es gewaltig.  Meine Meinung: Dieses Buch erhielt ich im Zuge meiner neuen Mitgliedschaft im "Anderen Literaturclub", ohne diesen wäre ich wohl nie auf dieses Werk aufmerksam gemacht worden. Da wäre mir tatsächlich etwas e...

[Kurzgebrabbel] Holmes, Nothomb und ein Sternenkrieg

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A. C. Doyle - Das Vermächtnis des Sherlock Holmes Dieses Buch ist eine interessante Sammlung für alle Fans von Holmes. Denn hier sind Texte veröffentlicht, die bisher nicht zugänglich waren. Es ist eine kleines Kuriosum und deshalb umso herrlicher zu lesen. So hat Doyle auch ein Theaterstück geschrieben, in welchem Holmes und Watson auftreten. Oder eine Liste mit den besten Geschichten, zusammengestellt von Doyle höchst selbst. Oder unveröffentlichte Abenteuer und und und... Ein Tütchen Studentenfutter in Buchform, vor allem natürlich für jene geeignet, die bereits alle kanonisierten Geschichten um Sherlock Holmes kennen. Amélie Nothomb - So etwas wie ein Leben Nothomb gehört zu meinen sogenannten "Autobuy-Autoren" - sehe ich ein Buch von ihr, nehme ich es mit. Ohne wenn und aber. Dies, weil mir die Geschichten der Autorin auf einer unkonventionellen Ebene gefallen. Eben weil auch ihre Geschichten unkonventionell ist. "So etwas wie ein Leben" ist von dah...

[Kurzgebrabbel] Sammelpost #3

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Albert Camus - Die Pest Ein eindrückliches Werk über Menschen in einer Extremsituation. Vor allem der Beginn hat mich ungemein fasziniert. Leider konnte sich diese Faszination nicht über die ganze Geschichte durch halten. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag, dass ich das Buch teilweise als sehr ermüdend empfand. An Camus' Sprache sollte es eigentlich nicht liegen, die ist sehr strukturiert und klar, er versteckt nichts, nicht einmal den Erzähler. Dennoch kam ich nie richtig rein in diese von der Pest verseuchten Stadt, trotz der eindringlichen Schilderungen des Autoren. Auch die Figuren erinnerten mich eher an verwischte Kohlezeichnungen - ich konnte sie kaum auseinanderhalten. Ebenso hätte ich gerne ein paar mehr Frauen getroffen. Scheinbar sind alle Frauen in dieser Stadt alt oder tot... Paul Emanuel Müller - Graubünden in den Werken der Dichter Dies ist ein bereits älteres Büchlein, in dem Müller diverse Autoren und ihre Werke vorstellt. Gemein haben sie alle, dass ...

[Rezension] Goethe - Die Leiden des jungen Werther

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Rückentext: Dies ist die Geschichte der unglücklichen Liebe eines jungen Künstlers zu einer Frau, die schon einem anderen versprochen ist. Der Werther war wohl der erste europäische Bestseller der deutschen Literatur. Meine Meinung: Ich liebe Challenges. Weil sie genau das tun, was ihr Name sagt: herausfordern. Uns über den Tellerrand blicken lassen, uns neuen Herausforderungen stellen lassen. So war es auch die Read Harder -Challenge, die mir die Aufgabe stellte, ein Buch aus der Schule erneut zu lesen, das ich damals nicht mochte oder gar nicht gelesen hatte. Echt, ich konnte Werther nicht ausstehen. Schon vom ersten Satz an ging er mir auf den Keks. Wirklich gelesen habe ich seine Briefe also nie, habe nur etwas durchgeblättert und das gelernt, was ich für die Prüfung wissen musste. Wir wissen ja, wie man sich so durchschlägt. Danach zog ich meine persönliche Fehde gegen Werther weiter, er wurde zum Synonym für Kitsch und Klassiker, die man aufgezwungen bekommt. Und genau...

[Rezension] Allkemper/Eke - Literaturwissenschaft

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Rückentext: Endlich: Eine Einführung in die Literaturwissenschaft, die allen Ansprüchen der neuen BA/MAStudiengänge entspricht. Geballtes Basiswissen, kompakt und dennoch leicht verständlich: - didaktisch aufgebaut - modular strukturiert - Literaturwissenschaft und Literaturgeschichte in einem Band. Meine Meinung: Dieses Buch widmet sich in erster Linie an Einsteiger in das Studium der Literaturwissenschaft (oder an verhinderte Studenten wie mich) und gibt einen groben Überblick darüber, was einem in diesem Fach erwarten wird. Das Buch ist sehr didaktisch aufgebaut, sodass es beim Lernen äusserst hilfreich ist. Aufgebaut ist es in zwei Basismodule und diverse Aufbaumodule. Wichtige Worte sind fett gedruckt und am Ende jedes Kapitels warten eine Zusammenfassung, Testfragen (mit Antworten weiter hinten im Buch) und weiterführende Literatur. Der Aufbau ist logisch und übersichtlich, hilfreiche Merksätze in Boxen sammeln das Wichtigste in Kürze und Zitate unterschiedlicher Schriftst...

[Rezension] Franz Kafka - Die Verwandlung

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Rückentext: Der Reisende Gregor Samsa erwacht eines Morgens in seinem Bett als riesiges Ungeziefer... Die Spannung ist gegeben und weicht nicht bis zum letzten Augenblick - Kasimir Edschmid Meine Meinung: Dieses Buch habe ich nun schon zum dritten oder vierten Mal gelesen und jedes Mal entdeckte ich etwas Neues. Kafka schreibt in einer Symbolsprache, die oft so ausgeprägt ist, dass seine Werke manchmal als nicht interpretierbar eingestuft werden. "Die Verwandlung" ist hierbei noch eines der klareren Titel und eignet sich somit sehr gut für Einsteiger in die kafkaeske Welt. Natürlich kann man das Buch so lesen, wie es geschrieben ist. Gregor Samsa verwandelt sich in einen Käfer. So habe ich das damals gemacht, als ich elf oder zwölf war und mit dem Buch überhaupt nichts anfangen konnte. Wieso verwandelt sich der Typ in einen Käfer? Unterdessen weiss ich, dass man bei Kafka tiefer graben muss. Viel tiefer. Dabei entwickelt die Geschichte um Gregor eine Tragik, die ...

[Rezension] George Saunders - Lincoln in the Bardo

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Rückentext: February 1862. The Civil War is less than one year old. The fighting has begun in earnest, and the nation has begun to realize it is in for a long, bloody struggle. Meanwhile, President Lincoln’s beloved eleven-year-old son, Willie, lies upstairs in the White House, gravely ill. In a matter of days, despite predictions of a recovery, Willie dies and is laid to rest in a Georgetown cemetery. “My poor boy, he was too good for this earth,” the president says at the time. “God has called him home.” Newspapers report that a grief-stricken Lincoln returns, alone, to the crypt several times to hold his boy’s body. Willie Lincoln finds himself in a strange purgatory where ghosts mingle, gripe, commiserate, quarrel, and enact bizarre acts of penance. Within this transitional state—called, in the Tibetan tradition, the bardo—a monumental struggle erupts over young Willie’s soul. Meine Meinung: Wow - das beschreibt die Lektüre von "Lincoln in the Bardo" wohl am beste...

[Rezension] Kazuo Ishiguro - Never Let Me Go

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Rückentext: In one of the most memorable novels of recent years, Kazuo Ishiguro imagines the lives of a group of students growing up in a darkly skewered version of contemporary England. Narrated by Kathy, now 31, Never Let Me Go hauntingly dramatises her attempts to come to terms with her childhood at the seemingly idyllic Hailsham School, and with the fate that has always awaited her and her closest friends in the wider world. A story of love, friendship and memory, Never Let Me Go is charged throughout with a sense of the fragility of life. Meine Meinung: Schon lange mal wollte ich etwas von Kazuo Ishiguro lesen, hatte ich doch schon viel von ihm gehört. Positives durchwegs. Als er dann den Literaturnobelpreis gewann, war das für mich das Signal, diesen Plan endlich in die Tat umzusetzen. Also holte ich mir "Never Let Me Go" in der deutschen Übersetzung aus der Bibliothek. Nur um es zwei Tage später wieder zurückzugeben. Ich hatte 20 Seiten geschafft und dann f...

[Rezension] Doron Rabinovici - Die Ausserirdischen

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Rückentext: Eine ausserirdische Macht soll die Erde erobert haben, und die Menschheit gerät auf den Prüfstand - was wären die Folgen? Sol, der Held dieses so rasant wie ironisch erzählten Romans, erfährt sie am eigenen Leib. Und stellt sich der Frage von Schuld und Verantwortung. Meine Meinung: An dieses Buch ging ich heran, ohne den Hintergrund des Autoren zu kennen. Ich las den Rückentext und dachte, "Das wär doch was!". Schlussendlich entwickelte sich die Handlung in eine ganz andere Richtung, als dass ich zu Beginn gedacht hatte, doch fand ich genau das richtig faszinierend und begeisternd. Interessant war auch, dass mir Sol eigentlich eher unsympathisch ist, zumindest seit dem Gespräch mit dem Tierrechtler war er bei mir unten durch. Trotzdem ging er mir nicht auf die Nerven und nur das ist es, was mich an Figuren stört. Ja, Hauptfiguren dürfen unsympathisch sein, ob nun vom Autoren gewollt oder aufgrund von persönlichen Neigungen (wie hier bei mir). Als lesensw...

[Rezension] Robert Menasse - Die Hauptstadt

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Rückentext: Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; ≫zu den Akten legen≪ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein k...

[Rezension] Gerhard Falkner - Romeo oder Julia

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Rückentext: Kurt Prinzhorn ist zu einem Schriftstellertreffen nach Innsbruck eingeladen, wo ihm Merkwürdiges widerfährt: Jemand muss während seiner Abwesenheit ein ausgiebiges Schaumbad in der Wanne seines Hotelzimmers genommen und dort bewusst Spuren hinterlassen haben. Die Chipkartenschließanlage der Tür zeigt jedoch kein fremdes Eindringen an. Als nächstes verschwindet der Schlüsselbund des zunehmend ratlosen Autors. Während einer Moskau-Reise wenige Tage später kommt es zu neuen Unerklärlichkeiten, und auch in Madrid, wo Prinzhorn als Stipendiat eine alte Geliebte besucht, reißt die Kette seltsamer Geschehnisse nicht ab – bis ihm durch Zufall das Puzzle der Erinnerung zu einem Bild zusammenfällt, das ihn weit in die eigene Biographie zurückführt... Meine Meinung: Als die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2017 veröffentlicht wurde, hörte ich mir die dazugehörigen Hörproben der Titel an. Der einzige, der mich wirklich interessierte, war Gerhard Falkners "Romeo oder J...

[Rezension] Anthony Burgess - Clockwork Orange

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Rückentext: Der junge Alex prügelt, vergewaltigt, tötet - bis man mit Hilfe moderner Technik einen wahren Christen aus ihm macht. Doch zu welchem Preis? Anthony Burgess´ Meisterwerk in überarbeiteter Neuausgabe, mit umfassendem Glossar. Meine Meinung: „Clockwork Orange“ ist bei uns vor allem durch die Verfilmung Kubricks zu grosser Berühmtheit gelangt. Aber auch die literarische Vorlage hat viel von sich reden gemacht. Unter anderem zählt das Buch zu den 100 bedeutendsten Romanen Grossbritanniens. „Die Orange“ ist ein sehr intensives Werk, weswegen es mir auch eher schwer fällt, eine Rezension zu schreiben. Dieses Buch geht zu jenen, die sich den klassischen Beschreibungen von „gut“ und „schlecht“ entziehen. Man kann es mögen oder nicht - aber in eine Schublade stecken kann man es nur schwerlich. Burgess stellt in seinem Buch eine unheimlich schwere Frage: kann sich ein Mensch dazu entscheiden, gut bzw. böse zu sein? Soll man ihm diese Entscheidung überlassen oder zum ...

[Rezension] Hanns Zischler - Kafka geht ins Kino

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Rückentext: Hanns Zischlers profunder Klassiker über den begeisterten Kinogänger Franz Kafka – mit sensationellen neuen Entdeckungen. Und inklusive einer DVD mit den Filmen, die Kafka damals sah. Meine Meinung: Literatur und Kino müssen sich nicht ausschliessen. Man kann beides geniessen, wie kein Geringerer als der grosse Franz Kafka beweist. Dies ist die erweiterte und überarbeitete Version des gleichnamigen Klassikers von 1996. Vor dieser Zeit war den Literaten kaum bewusst, wie stark das Kino Kafka geprägt hat - dafür brauchte es Hanns Zischler, selbst u.a. Schauspieler, Regisseur und Essayist. Nein, Literatur und Kino müssen sich definitiv nicht ausschliessen! Die Neuausgabe kommt als bibliophiles Buch daher, an dem man sich von allen Seiten erfreuen kann. Äusserlich wie inhaltlich. Inhaltlich zeigt uns Zischler die Tagebucheinträge Franz Kafkas, in denen immer wieder diverse Kinofilme auftauchen. Diese hat Zischler gesammelt, stellt sie vor und bringt Hintergrundin...

[Rezension] Galsan Tschinag - Tau und Gras

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Rückentext: Galsan Tschinag erzählt hier die Geschichten, die der Stoff seiner Kindheit sind und die sich in seine Erinnerung eingegraben haben. Geschichten von seiner weitverzweigten Familie, von Festen, Heimsuchungen, Krieg und Liebe. Geträumte Wirklichkeit und als Realität erlebte Märchen verbinden sich und münden in einen Gesang an den Altai. Meine Meinung: 33 kurze Geschichten und Episoden aus seinem Leben gibt Galsang Tschinag hier zum Besten. Es sind eindrückliche und unvergessliche Erlebnisse, die uns mitnehmen in die Mongolei der 50er-Jahre, mitten hinein ins Nomadenleben. Es sind zum Teil sehr persönliche Eindrücke, die der Autor hier mit uns teilt. Diejenige, die mir im Kopf bleiben wird, ist jene, in der der kleine Galsang das Salz seiner Mutter in der Steppe verteilt, da er so sehr unter dem Tod seiner Grossmutter leidet. Das Verhalten des Kindes ist für uns süss, nimmt es doch eine Redensart zu wörtlich, gleichzeitig ist es herzzerreissend, wie der kindliche Schmer...

[Rezension] Maaza Mengiste - Unter den Augen des Löwen

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Rückentext: »Unter den Augen des Löwen« erzählt am Beispiel einer Familie die blutigen Umbrüche im Äthiopien der 1970er Jahre. Während furchtbare Hungersnöte den Norden des Landes heimsuchen, wächst in der Landeshauptstadt Addis Abeba der Widerstand gegen den alten Kaiser Haile Selassie. Dawit, der Sohn des bekannten Arztes Hailu, schließt sich gegen den Willen des Vaters einer revolutionären Studentengruppe an. Als der Kaiser 1974 tatsächlich gestürzt und die jahrhundertealte Monarchie gewaltsam abgeschafft wird, kommt eine kommunistische Gruppierung an die Macht, die das Land in einen verheerenden Bürgerkrieg führt. In den Kriegswirren gerät Hailu in Schwierigkeiten, als ein Folteropfer unter seiner Hand verstirbt, das der politischen Führung noch wertvolle Informationen hätte preisgeben sollen. Dawit geht erneut in den Untergrund. Inzwischen ist sein enger Kindheitsfreund Mickey zu einem hochrangigen Polizisten aufgestiegen. Familienbande und Freundschaften sehen sic...

[Rezension] Yasutaka Tsutsui - Paprika

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Rückentext: Paprika - exotic, piquant, to be used sparingly. The eponymous heroine of Tsutsui's novel is the alter ego of brilliant and beautiful psychotherapist Atsuko Chiba, one of the leading brains in the Institute for Psychiatric Research. An expert in the use of 'psychotherapy devices' that trap a patient's dreams and display them on a monitor, Atsuko is able to manipulate those dreams, even enter them, as an aid to psychoanalysis. When treating private patients, Atsuko transforms herself into the guise of Paprika - a captivating girl of unknown age - to mask her true identity.As Paprika delves ever deeper into her realm of fantasy, the borderline between dream and reality becomes increasingly blurred. All the more so when a colleague at the Institute develops a new device that allows the dreams of several individuals to be combined simultaneously. With this, they enter dangerous territory - far from curing their patients, they could drive them insa...

[Rezension] Richard Adams - Unten am Fluss

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Rückentext: Die weltbekannte Saga vom Exodus der Kaninchen: Der junge Fiver spürt, dass seinem Volk das Verderben droht. Nur seine engsten Freunde kann er überreden, mit ihm das Kaninchengehege zu verlassen und sich auf die Suche nach einer neuen Heimat zu machen. Was sie unterwegs durchleben, ist so beispielhaft wie fesselnd: zahllose Abenteuer, Meuterei, Treuebruch und Heldentum, Schlachten mit hohem Blutzoll – und schließlich der glückliche Einzug ins Land der Freiheit und des Friedens. Meine Meinung: Von „Unten am Fluss“ kennt man vor allem den Film, den viele mit seiner Brutalität in Verbindung bringen. Ob ich die Buchvorlage ohne die BBC-Liste jemals gelesen hätte - ich glaube nicht. Und was für ein grandioses Stück Weltliteratur wäre mir da bloss entgangen! Obwohl ich das Buch nicht als unbedingt brutal empfunden habe, wird doch der Kampf ums Überleben geschildert. Die Kaninchen ziehen aus, um sich ein neues Leben aufzubauen. Dass das nicht so einfach ist, ka...