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[Rezension] Marc-Uwe Kling - Die Känguru-Apokryphen

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Rückentext: Sensation, Sensation: Archäologen haben in einem Geheimfach in Marc-Uwes Schreibtisch neue Geschichten vom Känguru und seinem Kleinkünstler gefunden! Dies ist nicht die Fortsetzung der Fortsetzung der Fortsetzung der Känguru-Chroniken. Triologie bleibt Triologie. Aber ein anständiger Kleinkünstler hat natürlich eine Zugabe vorbereitet. »Die Känguru-Apokryphen« versammeln zum ersten Mal alle weniger bekannten Eskapaden des dynamischen Duos: Episoden, die zwar nicht im allgemein gültigen Hochkanon der »Känguru-Trilogie« vertreten, aber ebenso witzig sind. Geschichten aus Anthologien, Live-Programmen ... und aus besagtem Geheimfach. Ullstein Meine Meinung: Ich gehöre zu jenen, die erst einmal skeptisch waren, als die ersten mit dem Känguru anfingen. Ein Typ, der mit einem Känguru zusammen wohnt? Klingt nach deutscher Comedy - also nicht lustig. Aber irgendwann liess sich das Känguru einfach nicht mehr ignorieren und seit den ersten Klängen des Hörbuches bin ich ihm...

[Rezension] Friedrich Christian Delius - Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde

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Rückentext: Am berühmtesten Tag der deutschen Nachkriegsgeschichte, dem Tag, an dem der krasse Außenseiter Deutschland Fußballweltmeister wird, am 4. Juli 1954, wird ein elfjähriger Pastorensohn in dem hessischen Dorf Wehrda wie an jedem Sonntag geweckt: vom Lärm der Kirchenglocken, die eine Viertelstunde lang nur eine Botschaft einläuten: Du sollst den Feiertag heiligen! Am Nachmittag dieses Sonntags hört er jedoch einem "unerhörten Gottesdienst" zu: Herbert Zimmermanns Radioreportage wird für den schüchternen, stotternden Elfjährigen zu einer Art Damaskus-Erlebnis. Das religiöse Vokabular des Reporters, das in der Huldigung an den "Fußballgott" Toni Turek gipfelt, schockiert den Jungen zwar. Für zwei Stunden dem "Vaterkäfig" entronnen, erlangt er aber eine Ahnung von Freiheit - "ich war der glücklichste von allen, glücklicher vielleicht als Werner Liebrich oder Fritz Walter". Meine Meinung: Dieses Buch suchte ich mir für die Supernatura...

[Rezension] Detlev Steinberg - Der Abzug

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Rückentext: Von Januar 1991 bis August 1994 zog die »Westgruppe der Truppen«, so die Bezeichnung der russischen Streitkräfte auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, friedlich ab. Rund 340.000 Soldaten verließen - gefolgt von 210.000 Familienangehörigen - unter Mitnahme ihrer gesamten Ausrüstung nahezu geräuschlos das vereinigte Deutschland. Bis zum Abzug war der Alltag der Soldaten, den Detlev Steinberg in seinen Fotografien eindrücklich festgehalten hat, durch die Aufrechterhaltung der militärischen Disziplin und Einsatzbereitschaft bestimmt. Steinbergs Fotografien stechen aus der Masse der überlieferten Bilddokumente hervor. Sie stellen eine fotografische wie zeitgeschichtliche Entdeckung dar. Das Deutsch-Russische Museum, dem Steinberg sein Fotoarchiv zum Abzug mit mehr als 28.000 Aufnahmen übergeben hat, traf für das vorliegende Buch eine repräsentative Auswahl aus dem Werk. Entstanden ist ein beeindruckendes Dokument zu den deutsch-russischen Beziehungen. Meine Meinung: Detlev ...

[Kurzgebrabbel] Sammelbeitrag #1

Wie bereits auf Facebook angekündigt, habe ich momentan kaum Zeit, ausführliche Rezensionen zu schreiben. Auch die Kraft dazu fehlt mir, da aktuell in meinem Leben einiges durcheinander geraten ist, und ich mich um andere Dinge kümmern muss, als zu rezensieren. Da ich jedoch nicht weiss, ab wann alles wieder in geordneten Bahnen laufen wird, fasse ich alle aktuellen Bücher (mit zwei Ausnahmen) in diesem Beitrag zusammen. Es wird vielleicht noch mehr solcher oder ähnlicher Posts geben, da es bestimmt einige Monate dauern wird, bis sich hier alles gelegt hat. Martin Becker/Martina Lisa - Die letzte Metro Dieses Buch beinhaltet Geschichten und Gedichte von 23 jungen und aktuellen Schriftstellern und Schriftstellerinnen aus Tschechien. Ihre Texte kommen ganz unterschiedlich daher, mal kurz, mal lang, mal fantastisch, mal mit aktuellem Realitätsbezug. So lernen wir dieses faszinierende Land aus einem Blickwinkel kennen, der uns Nicht-Tschechen verwehrt bleibt. Oftmals spielt Prag, die...

[Rezension] Goethe - Die Leiden des jungen Werther

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Rückentext: Dies ist die Geschichte der unglücklichen Liebe eines jungen Künstlers zu einer Frau, die schon einem anderen versprochen ist. Der Werther war wohl der erste europäische Bestseller der deutschen Literatur. Meine Meinung: Ich liebe Challenges. Weil sie genau das tun, was ihr Name sagt: herausfordern. Uns über den Tellerrand blicken lassen, uns neuen Herausforderungen stellen lassen. So war es auch die Read Harder -Challenge, die mir die Aufgabe stellte, ein Buch aus der Schule erneut zu lesen, das ich damals nicht mochte oder gar nicht gelesen hatte. Echt, ich konnte Werther nicht ausstehen. Schon vom ersten Satz an ging er mir auf den Keks. Wirklich gelesen habe ich seine Briefe also nie, habe nur etwas durchgeblättert und das gelernt, was ich für die Prüfung wissen musste. Wir wissen ja, wie man sich so durchschlägt. Danach zog ich meine persönliche Fehde gegen Werther weiter, er wurde zum Synonym für Kitsch und Klassiker, die man aufgezwungen bekommt. Und genau...

[Rezension] Jakob Arjouni - Cherryman jagt Mister White

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Rückentext: Achtzehn Jahre, Ostdeutscher, arbeitslos, Nazimitläufer – der Stoff, aus dem ein deutscher Held ist? Wie viel Gewalt erlaubt die Notwehr? Und wie schmutzig darf man sich die Hände machen beim Griff nach dem Glück?  Meine Meinung: Die Bücher von Jakob Arjouni sind gewollt unangenehm. Das genau mag ich an ihm, dennoch musste ich leer schlucken, als bereits auf den ersten Seiten von „Cherryman jagt Mister White“ eine Katze getötet wird. Ich bin wohl etwas aus der Arjouni-Übung. Danach war ich wieder mittendrin und wieder einmal zeigte mir Arjouni, weshalb ich seine Bücher mag. Denn auch in diesem kurzen Weg stellt der Autor unsere Ansicht von Gut und Böse auf den Kopf. In diesen Bücher gelangen wir nicht eine mystische Fantasy-Welt, sondern landen knallhart auf dem Beton der Realität. Hätten wir von Ricks Fall aus den Medien gehört, wäre für uns die Sache einfach: Nazi will jüdischen Kindergarten in die Luft jagen. Dafür war die Sache ganz anders. Rick schildert...

[Rezension] Sebastian Fitzek - AchtNacht

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Rückentext: Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. Sie haben 80 Millionen Feinde. Werden Sie die AchtNacht überleben? Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie. Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei. Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt. Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief. Und Ihr Name wurde gezogen! Meine Meinung: Als ich zum ersten Mal vom Film „The Purge“ hörte, war ich Feuer und Flamme. Die Umsetzung der an für sich sehr guten Idee war jedoch eher mässig, der zweite Film war schon etwas besser, konnte aber auch nicht ganz überzeugen. Und dann kommt Herr Fitzek und schreibt seine Version der Purge-Filme - muss ich lesen. Sof...