Posts

Posts mit dem Label "Parodie" werden angezeigt.

[Rezension] Niccolò Machiavelli - Die Alraune

Bild
Rückentext: Man kennt Machiavalli als den Autor des Buches Il Principe, der viel gelesenen, oft kommentierten und noch viel häufiger kritisierten politische Abhandlung. Dass derselbe Autor, dem man die Erfindung des Machiavellismus zuschreibt, auch eine Komödie verfasst hat, ist weit weniger bekannt. "Die Alraune" ist ein Schauspiel, in dem viele Elemente der Commedia dell‘Arte eingehen. Der geizige Alte, der junge Liebhaber, den freche Diener und der intrigierende Schmarotzer sind bekannte Figuren und haben ihre Vorbilder in den hergebrachten Charakteren. Und dennoch ist das Stück einzigartig. Die Menschenkenntnis, die sich Machiavelli als Diplomat und als Reisender erworben hat, verwandelt die Typen der Commedia dell‘Arte in Menschen aus Fleisch und Blut. In dem Verlauf der Intrige und in dem Willen der Handelnden, ihre Ziele zu erreichen, sieht man den Fürsten aus Machiavellis politischen Schriften am Werk. Dass es sich um ein Liebesabenteuer und nicht um eine kriegeris...

[Rezension] Miguel de Cervantes - Don Quixote

Bild
Rückentext: Mit grandiosem Einfallsreichtum erzählt Cervantes von den Abenteuern des verarmten Adligen, der in einer Traumwelt vergangener Ritterzeiten lebt, und seines treuen Waffenträgers Sancho Pansa. Ähnlich wie Goethes Faust für die Deutschen ist Don Quijote für die Spanier zum Sinnbild eines nationalen Genius geworden. Die Sympathie des Erzählers für seine Figuren und sein liebevoll-ironischer Ton machen Don Quijote zum wunderbarsten Antihelden der Weltliteratur. Meine Meinung: Eigentlich sollte man Klassiker so lesen, wie sie jemand zum damaligen Erscheinen gelesen hat. Doch selbst Literaturwissenschaftler wissen, dass dies unmöglich ist. Wir können ja nicht einfach unser gesamtes Leben ausblenden und Zeitreisen haben bisher auch noch nicht zuverlässig funktioniert. Deshalb nahm ich meine ganze persönliche Lebens- und Leseerfahrung mit, als ich mich ein weiteres Mal an Don Quixote versuchte (das erste Mal war ein Reinfall). Auch hatte ich den Blogeintrag einer Rezense...

[Rezension] Christopher Moore - Der Schelm von Venedig

Bild
Rückentext: Der Hofnarr Pocket trauert um seine geliebte Cordelia, Königin von England, die vor Kurzem einem mysteriösen Fieber erlag. Vor ihrem Tod hatte sie Pocket gebeten, nach Venedig zu reisen, um die Mächtigen der Stadt von einem Krieg abzuhalten. Pocket macht sich auf den Weg, aber als er in Venedig ankommt, muss er nicht nur erfahren, dass Cordelia in Wahrheit Opfer eines Giftanschlags wurde, er wird auch noch bei lebendigem Leib in einen Keller eingemauert. Hinter alldem stecken der Senator Brabantio und der Kaufmann Antonio, die alles tun, um ihre Kriegspläne durchzusetzen. Pocket schwört Rache – wenn er sich nur erst einmal aus seinem Verlies befreien könnte ... Meine Meinung: Es gab eine Zeit, in der ich sehr gerne Christopher Moore las. Das war damals während der Lehre, als mir eine Kollegin Moore ans Herz legte. Doch diese Phase endete mit „Fool“, das mir nicht mehr sonderlich zusagte. Seither hatte ich keinen Moore mehr in den Händen. Irgendwann in den ...