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[Rezension] Niccolò Machiavelli - Die Alraune

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Rückentext: Man kennt Machiavalli als den Autor des Buches Il Principe, der viel gelesenen, oft kommentierten und noch viel häufiger kritisierten politische Abhandlung. Dass derselbe Autor, dem man die Erfindung des Machiavellismus zuschreibt, auch eine Komödie verfasst hat, ist weit weniger bekannt. "Die Alraune" ist ein Schauspiel, in dem viele Elemente der Commedia dell‘Arte eingehen. Der geizige Alte, der junge Liebhaber, den freche Diener und der intrigierende Schmarotzer sind bekannte Figuren und haben ihre Vorbilder in den hergebrachten Charakteren. Und dennoch ist das Stück einzigartig. Die Menschenkenntnis, die sich Machiavelli als Diplomat und als Reisender erworben hat, verwandelt die Typen der Commedia dell‘Arte in Menschen aus Fleisch und Blut. In dem Verlauf der Intrige und in dem Willen der Handelnden, ihre Ziele zu erreichen, sieht man den Fürsten aus Machiavellis politischen Schriften am Werk. Dass es sich um ein Liebesabenteuer und nicht um eine kriegeris...

[Kurzgebrabbel] Gianrico Carofiglio - Eine Frage der Würde

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"Eine Frage der Würde" ist der fünfte Band um Carofiglios sympathischen Helden Guido Guerrieri. Doch dieses Mal muss sich der Avvocato einem ganz neuen Feind stellen: sich selbst. Fängt das Buch an, wie wir es bereits von den früheren Werken kennen, so nimmt die Handlung ab etwa der Mitte eine unerwartete Wendung und plötzlich steht Guido vor einer Entscheidung, die sein ganzes Leben erschüttern wird.  Guido Guerrieri gehört zu meinen liebsten und am meisten geschätzten Romanhelden, deshalb traf es mich schwer, ihn in so einer Situation wiederzufinden. Auch gehört Guerrieri zu jenen Figuren, die ich gerne mal in echt begegnen würde. Im Fall eines Falles hätte ich ihn auch gerne als meinen Anwalt. Carofiglio schafft es, Guerrieri so lebensecht darzustellen, dass ich mich bei jedem Buch aufs Neue frage, ob Guidos Abenteuer nicht eigentlich die Erlebnisse Carofiglios sind, Guidos Gedanken eigentlich die von Carofiglio. Das Buch endet passend zum Thema, passend zur Auf- ...

[Neu im Regal] Neues aus dem Bücherkeller #2

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Zeit, mal wieder in den Bücherkeller zurückzukehren. Es ist immer wieder spannend, was dort alles so zum Vorschein kommt. Eines der Bücher, die ich mir geschnappt habe, war eine kommentierte Ausgabe von Dantes "La Divina Commedia" auf Italienisch.    Das Buch ist noch in Lire angeschrieben (800 Lire) und fühlt sich sehr, sehr gut an. Es ist eines der Bücher, die man wie eine Katze streicheln kann. Dabei riecht es schön nach altem Buch. Aufgrund des Alters fallen die Papierbögen fast schon auseinander, sodass ich sehr sorgfältig damit umgehen muss. Ein weiterer Grund, weshalb die Bindung arg strapaziert ist, ist dass jemand sich sehr mit dem Text auseinandergesetzt hat. Jedoch hören die Notizen nach ca. 10 Seiten wieder auf. Der Hexenmeister meint, wenn jemand das Wort "Wald" übersetzen muss, sei er auch nicht wirklich auf dem Niveau, Dante zu lesen. Schön finde ich es trotzdem. Ach ja, das Buch ist mit Fadenheftung gebunden - was man heutzutage k...

[Rezension] Christoph Hardebusch - Die Werwölfe

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Rückentext: Europa Anfang des 19. Jahrhunderts: Während sich die Alte Welt von zahllosen Kriegen erholt, kündigen sich tiefgreifende Veränderungen an – die Menschheit steht an der Grenze zur Moderne. Aber noch sind die Traditionen stark und die starren Strukturen brechen nur langsam auf. In dieser Zeit des Wandels schickt sich eine uralte Bedrohung an, die Menschen in den Abgrund zu reißen. Denn in den Schatten der Welt hat etwas überlebt: die Werwölfe … Meine Meinung: Dieses Buch lag geschlagene sieben Jahre auf dem SUB. Mit Unterbrechungen. Denn oft wollte ich es aussortieren, doch das schöne Cover hielt mich davon ab. Also behielt ich es, ohne das Verlagen, das Buch noch lesen zu wollen. Doch irgendwann ist Schluss und entweder man ein Buch oder man liest es nicht. Nun habe ich es gelesen und könnte mir selbst auf die Zunge beissen, dafür, dass ich es mal ungelesen weggeben wollte. Hardebusch beschäftigt sich auf eine neue Art und Weise mit dem Thema „Werwölfe“...

[Rezension] Oliver Bowden - Assassin's Creed: Renaissance

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Rückentext: Die italienische Renaissance im Jahre des Herrn 1476: Wo Kultur und Kunst direkt neben Bestechung, Gier und Mord gedeihen, wo sich konkurrierende Familien erbarmungslose Blutfehden um politische und wirtschaftliche Macht liefern – hier beginnt die Reise eines von Rache beseelten jungen Adligen, der einst zu einem Instrument des Todes werden soll – ein einsamer Vollstrecker. Er folgt dem Weg der Bruderschaft der Assassinen und erlernt die geheimen Fähigkeiten des uralten Attentäter- Ordens. Auf der Jagd nach den Mördern seiner Familie nutzt er die Weisheit großer Geister wie Leonardo Da Vinci und Niccolo Machiavelli, um seine Feinde zur Strecke zu. Meine Meinung: Offen gebe ich zu, dass ich mich an den Games versucht habe, aber mit der Steuerung hoffnungslos überfordert war. Wirklich weit bin ich in „Assassin’s Creed“ also nie gekommen. Da mir aber die Stimmung in den Spielen so zugesagt hat, freute ich mich darüber, dass ich zumindest in den Genuss der Bücher k...

[Rezension] Gianrico Carofiglio - In ihrer dunkelsten Stunde

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Rückentext: Eine ungewöhnliche Aufgabe für Avvocato Guido Guerrieri: Manuela, eine Studentin aus Rom, ist spurlos verschwunden, und der Polizei fehlt jeglicher Hinweis. Nun soll die Akte geschlossen werden – doch die verzweifelten Eltern bitten Guerrieri, dies zu verhindern. Schnell wird klar, dass er hier weniger juristisch nach einem Formfehler zu suchen hat, als vielmehr nach einer Möglichkeit, das unerklärte Verschwinden der jungen Frau doch noch aufzuklären und seinen Auftraggebern Gewissheit über das Schicksal ihrer Tochter zu verschaffen. Und je mehr Guerrieri nachforscht, desto deutlicher wird, dass all jene, die Manuela gut kannten, mehr wissen, als sie sagen – und mit allen Mitteln versuchen, die grausame Wahrheit zu verbergen… Meine Meinung: Endlich wieder ein Roman mit Avvocato Guerrieri! Schon seit seinem ersten Fall bin ich immer wieder gerne mit dabei, wenn Guido durch Bari zieht und angeblich unmögliche Fälle übernimmt. Zwischenzeitlich habe ich auch die...

[Rezension] Christopher Moore - Der Schelm von Venedig

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Rückentext: Der Hofnarr Pocket trauert um seine geliebte Cordelia, Königin von England, die vor Kurzem einem mysteriösen Fieber erlag. Vor ihrem Tod hatte sie Pocket gebeten, nach Venedig zu reisen, um die Mächtigen der Stadt von einem Krieg abzuhalten. Pocket macht sich auf den Weg, aber als er in Venedig ankommt, muss er nicht nur erfahren, dass Cordelia in Wahrheit Opfer eines Giftanschlags wurde, er wird auch noch bei lebendigem Leib in einen Keller eingemauert. Hinter alldem stecken der Senator Brabantio und der Kaufmann Antonio, die alles tun, um ihre Kriegspläne durchzusetzen. Pocket schwört Rache – wenn er sich nur erst einmal aus seinem Verlies befreien könnte ... Meine Meinung: Es gab eine Zeit, in der ich sehr gerne Christopher Moore las. Das war damals während der Lehre, als mir eine Kollegin Moore ans Herz legte. Doch diese Phase endete mit „Fool“, das mir nicht mehr sonderlich zusagte. Seither hatte ich keinen Moore mehr in den Händen. Irgendwann in den ...