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[Rezension] William Faulkner - Schall und Wahn

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Rückentext: Dieser Roman erzählt die Geschichte der Familie Compson über drei Jahrzehnte, beginnend mit Benjy, dem geistig behinderten Sohn des Hauses. Er kennt kein Gestern, Heute und Morgen, ist so auf ewig in der Gegenwart gefangen. Für Quentin, den Ältesten, bricht 1910 der letzte Tag in Harvard an. Er prüft sein geistiges Erbe, ordnet den spärlichen Nachlass und findet kaum Gründe, die ihn noch ans Leben binden. Und so fällt Jason, dem Jüngsten, die Rolle des Familienvorstands zu – eine Rolle, die er kaum ausfüllen kann.  «Schall und Wahn»: ein ungeheuerlicher Familienroman voller Wut, Eigensinn und auch Humor. Meine Meinung: William Faulkner steht gleich auf mehreren meiner Listen, also wurde es höchste Zeit, endlich mal sein berühmtestes Werk zu lesen. Und wenn es nach mir geht, dürfen es ruhig noch mehr werden. Denn zumindest "Schall und Wahn" hat mich tief beeindruckt. Eindrücke hinterlässt vor allem der erste Teil, der auch definitiv der schwerste zu l...

[Rezension] Charles Dickens - Eine Geschichte zweier Städte

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Rückentext: Nach "Oliver Twist" das bekannteste Werk von Charles Dickens: eine Geschichte voller Verstrickungen aus der Zeit der Französischen Revolution, temporeich und atmosphärisch dicht erzählt. Bei uns ist "Oliver Twist" das wohl bekannteste Werk von Charles Dickens - international ist "Eine Geschichte zweier Städte" der populärste Roman des großen englischen Erzählers. Während in Paris die Französische Revolution ihren blutigen Verlauf nimmt, verliebt sich der nach London emigrierte Franzose Charles Darnay in die schöne Lucie, Tochter von Dr. Manette. Der Arzt hat unter dem alten Regime schwer leiden müssen, und die neuen Herrscher wollen Darnay aufs Schafott bringen. Meine Meinung: Von Dickens' "Grosse Erwartungen" war ich hin und weg, da mir aber damals "Oliver Twist" weniger gut gefallen hat, war ich neugierig darauf zu erfahren, wie mir ein drittes Werk des Grossmeisters gefallen würde. Tja, ich war ein weitere...

[Hörbücher] Franz Kafka - Brief an den Vater

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Rückentext: 'Nie mehr Psychologie' heisst es bei Kafka in den Oktavheften. Gleichwohl: Der Brief an den Vater ist das Dokument einer sublimen psychologischen Hellsichtigkeit. In Andeutungen schildert der Sohn das für ein ganzes Leben Unglaubliche: Den unwiderstehlichen Drang des doch so kraftvollen Vaters aus dessen geheimem Gefühl der Inferiorität seinen eigenen Sohn zu demütigen und zu depravieren. Der 'absichtlich in die Länge gezogene Abschied' des Sohnes, der ihm von manchen Interpretinnen und Interpreten als die Obession des 'ewigen Sohnes' ausgelegt wurde, zeugt doch von der Verzweiflung, das ›Unglaubliche‹ mit seinem Glauben zu vereinbaren und nicht eher ruhen zu wollen. So dass es 'uns beide ein wenig beruhigen und Leben und Sterben leichter machen kann.' Meine Meinung: Den "Brief an den Vater" wollte ich mir schon lange einmal zu Gemüte führen und als es bei einer Challenge darum ging, eine posthume Veröffentlichung zu lesen, ...

[Rezension] Therese Bichsel - Überleben am Red River

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Rückentext: Angelockt von den Beschreibungen des verschuldeten Hauptmanns Rudolf von May, eines Berner Patriziers, der Kolonisten anwirbt, wandern im frühen 19. Jahrhundert rund 170 Menschen aus Bern und Neuenburg nach Kanada in die Gegend des heutigen Winnipeg aus. Die hoffnungsvoll begonnene Reise in ein neues Leben steht unter keinem guten Stern. Die vollmundigen Anpreisungen des Hauptmanns entpuppen sich weitgehend als leere Versprechen. Als die völlig erschöpften Auswanderer bei Wintereinbruch endlich den Zielort am Roten Fluss erreichen, erwartet sie grosse Not. Die Frauen, über die in dieser Männergesellschaft verfügt wird, trifft es besonders hart. Meine Meinung: Therese Bichsel war mir aus meiner Zeit in Bern noch ein Begriff; ihr neuestes Buch haben wir an Lager und der Rückentext klang äusserst interessant. Niemand erinnert sich heutzutage gerne daran, dass die Schweiz vor noch nicht allzu langer Zeit ein Auswanderungsland war. Bichsel wählt zwei Familien aus Ber...

[Rezension] Lin Yutang - Blatt im Sturm

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Rückentext: Der junge Poya ist von seiner Ehe enttäuscht und ernüchtert. Da lernt er Malin kennen und verliebt sich mehr und mehr in sie. Doch Malins Vergangenheit legt sich wie ein tiefer Schatten über die beiden und so kommt es, dass sie gemeinsam mit Poyas bestem Freund Lao-Peng Peking verlassen muss. Zusammen kämpft sich das ungleiche Paar durch das vom Krieg verwüstete China, doch Malin hat nur ein Ziel: wieder mit Poya vereint zu werden... Meine Meinung: "Blatt im Sturm" ist ein Sequel zu den Peking-Büchern Yutang ( Rezension zum ersten Teil ), doch das wusste ich vor dem ersten Satz gar nicht. Ich dachte eigentlich, dass es ein eigenständiges Buch ist. Doch dann las ich den Namen Poya und schon war ich wieder mittendrin. Dieser Titel lässt sich auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher lesen, die Familienbeziehungen werden erklärt und für denjenigen, der die Peking-Bände kennt, warten ein paar schöne Überraschungen und man trifft wieder auf alte Bekannte. Ab...

[Rezension] David Walliams - Propeller-Opa

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Rückentext: Vor vielen Jahren, als noch Krieg herrschte, war Jacks Opa ein berühmter Pilot. Aber nun wird er immer verwirrter im Kopf. Und als Opa ins Altersheim Twilight Towers kommen soll, das von der finsteren Vorsteherin Miss Swine geführt wird, ist Jack entschlossen, seinem Opa zur Flucht zur verhelfen. Doch die böse Vorsteherin ist ihnen dicht auf den Fersen ... David Walliams ist der erfolgreichste britische Kinderbuchautor der letzten Jahre und gilt als würdiger Nachfolger von Roald Dahl. Meine Meinung: Ein Nachfolger von Roald Dahl? Natürlich machte mich diese Beschreibung neugierig. Trotzdem wollte ich den Propeller-Opa erst gar nicht lesen. Der Hexenmeister war es, der meinte, ich solle es doch mal versuchen. Ein weiterer Beweis, dass ich gut darin tue, auf den Hexenmeister zu hören. Eigentlich ist es eine eher traurige Geschichte, die hier erzählt wird. Wir als Erwachsene kennen nämlich einen Begriff, für das, was mit dem Opa passiert: Demenz. Überhaupt musste i...

[Rezension] Maaza Mengiste - Unter den Augen des Löwen

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Rückentext: »Unter den Augen des Löwen« erzählt am Beispiel einer Familie die blutigen Umbrüche im Äthiopien der 1970er Jahre. Während furchtbare Hungersnöte den Norden des Landes heimsuchen, wächst in der Landeshauptstadt Addis Abeba der Widerstand gegen den alten Kaiser Haile Selassie. Dawit, der Sohn des bekannten Arztes Hailu, schließt sich gegen den Willen des Vaters einer revolutionären Studentengruppe an. Als der Kaiser 1974 tatsächlich gestürzt und die jahrhundertealte Monarchie gewaltsam abgeschafft wird, kommt eine kommunistische Gruppierung an die Macht, die das Land in einen verheerenden Bürgerkrieg führt. In den Kriegswirren gerät Hailu in Schwierigkeiten, als ein Folteropfer unter seiner Hand verstirbt, das der politischen Führung noch wertvolle Informationen hätte preisgeben sollen. Dawit geht erneut in den Untergrund. Inzwischen ist sein enger Kindheitsfreund Mickey zu einem hochrangigen Polizisten aufgestiegen. Familienbande und Freundschaften sehen sic...

[Rezension] Richard Adams - Unten am Fluss

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Rückentext: Die weltbekannte Saga vom Exodus der Kaninchen: Der junge Fiver spürt, dass seinem Volk das Verderben droht. Nur seine engsten Freunde kann er überreden, mit ihm das Kaninchengehege zu verlassen und sich auf die Suche nach einer neuen Heimat zu machen. Was sie unterwegs durchleben, ist so beispielhaft wie fesselnd: zahllose Abenteuer, Meuterei, Treuebruch und Heldentum, Schlachten mit hohem Blutzoll – und schließlich der glückliche Einzug ins Land der Freiheit und des Friedens. Meine Meinung: Von „Unten am Fluss“ kennt man vor allem den Film, den viele mit seiner Brutalität in Verbindung bringen. Ob ich die Buchvorlage ohne die BBC-Liste jemals gelesen hätte - ich glaube nicht. Und was für ein grandioses Stück Weltliteratur wäre mir da bloss entgangen! Obwohl ich das Buch nicht als unbedingt brutal empfunden habe, wird doch der Kampf ums Überleben geschildert. Die Kaninchen ziehen aus, um sich ein neues Leben aufzubauen. Dass das nicht so einfach ist, ka...

[Rezension] Lin Yutang - Peking: Augenblick und Ewigkeit

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Rückentext: This novel is neither an apology for contemporary Chinese life nor an expose of it, as so many recent Chinese 'dark curtain' novels purport to be. It is neither a glorification of the old way of life nor a defense of the new. It is merely a story of how men and women in the contemporary era grow up and learn to live with one another, how they love and hate and quarrel and forgive and suffer and enjoy, how certain habits of living and ways of thinking are formed, and how, above all, they adjust themselves to the circumstances in this earthly life where men strive but the gods rule. Meine Meinung: Dies ist der zweite Teil von Yutangs epischer Familiensage um Mulan und die Ihren. Bereits den ersten Teil, der während der Zeit des Boxeraufstandes spielt, begeisterte mich. Doch der Folgeband hat es mir sogar noch ein wenig mehr angetan. Noch einmal ein grosses Danke an die junge Chinesin, die mir diesen hierzulande praktisch unbekannten Autoren ans Herz ge...