[Manga] Girls und Panzer & Girls und Panzer: Little Army

Rückentext zu Band 1:
Wer in Japan als echte Lady gelten will, sollte in traditionellen Künsten geschult sein: Teezeremonie, Ikebana und … Panzerfahren! Ganz recht, denn in der Welt des „Sensha-do“, dem „Weg des Panzers“, sind Volleyball und Schwimmen als Schulsport längst passé – hier klemmt sich eine quirlige Truppe von Mädchen hinter die Steuerknüppel echter Metallmonstrositäten und lässt es so richtig krachen …

Meine Meinung:
Über die Serie "Girls & Panzer" stolperten wir zum ersten Mal in Japan selbst. Und tatsächlich lautet genau so der Originaltitel: "Girls und Panzer", Denglisch vom Feinsten made by Japan. Globalisierung lässt grüssen.

Die erste Folge des Animes liess uns jedoch eher enttäuscht zurück und wir haben nicht zu Ende geschaut. Ich kam dennoch nicht umhin, mir die Mangareihe zu kaufen, die in drei Bänden abgeschlossen ist. Ausserdem gibt es noch das Prequel "Little Army".

In den Manga kommen zum Glück wirklich Panzer und Panzerschlachten vor. Die Kombination von schwerem Geschütz und niedlichen japanischen Schulmädchen ist... gewöhnungsbedürftig. Bestimmt eine lustige Idee, aber mir gefallen die Panzer aus "Warhammer 40.000" dann doch um einiges besser.

Trotzdem haben mir die taktischen Szenen aus dem Manga gefallen, also jene Kapitel, in denen die Teams gegeneinander antreten. Die waren spannend und rasant, genau so wie es sein soll. Daneben gibt es -natürlich- noch viele Seiten gefüllt mit den Problemen der jugendlichen Protagonistinnen. Das interessierte mich persönlich dann gleich ein ganzes Stück weniger.

Bei "Little Army" dominieren diese dramatischen Geschichten mit Tränen und Umarmungen sogar noch mehr. Aus diesem Grund bevorzuge ich eindeutig die Hauptreihe.

Was die gestalterische Umsetzung betrifft, merkt man vor allem an der ersten Reihe, dass die Zeichnungen teilweise noch mehr Übung bedarf. Augen und Hände wirken oft deplatziert oder unproportional. Bei "Little Army" sind diese Fehlerchen noch immer vorhanden, aber schon weitaus geringer. Wobei im Prequel auch der Zeichner gewechselt hat.

Die Panzer selbst sind sehr gut in Szene gesetzt. Viele japanische Zeichner fokussieren sich hauptsächlich auf die Gestaltung von Gefährten. Das wird wohl hier der Fall gewesen sein. Wo die Mädchen oftmals eher ungeübt gezeichnet sind, scheinen mir (obwohl ich selbstverständlich keine Expertin bin) die Panzer detailliert bis zur kleinsten Schraube.

Schade, dass die Fokussierung, die die Panzer in den Bildern erhalten, nicht auf die Handlung umgesetzt wurde. Ansonsten hätte mich "Girls und Panzer" vielleicht mehr begeistern können, als dass es dies nun getan hat.


Girls und Panzer Projekt/Ryohichi Saitaniya bzw. Tsuchi
Girls und Panzer 1-4
Girls und Panzer: Little Army 1-2
1. Auflage, 2017
EMA

978-3-7704-9539-9

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Nona Fernández - Die Strasse zum 10. Juli

[Sonstiges] Noch einmal Hong Kong oder: Mein erstes Fotobuch

[Rezension] Alexandre Dumas d. Ä. - Die drei Musketiere